Veröffentlicht: Mittwoch, 14.07.2021 20:30
 Leichlingen evakuiert, Overath bietet Hilfe an. Das Bergische im Starkregen.

**Update 9.37 Uhr**
Der Oberbergische Kreis zieht eine erste Bilanz: Die Rettungskräfte wurden zu 1.200 Einsatzorten gerufen, rund 1.300 Kräfte waren und sind im Einsatz. Schwerpunkt war der Kreisnorden mit Radevormwald, Hückeswagen und Wipperfürth. In Hückeswagen drohte ein Damm am Beverteich überspült zu werden, sterben Gefahr besteht mittlerweile nicht mehr. Mehrere Großbetriebe sind von Überflutungen betroffen, darunter die Firma Radium in Wipperfürth, Klingelnberg in Hückeswagen und Schmidt & Clemens in Lindlar. In Engelskirchen ist eine Brücke eingestürzt, in Gummersbach wurde eine Fußgängerbrücke von den Wassermassen weggespült. Im Bereich Brunohl gebraucht Menschen ihre Häuser verlassen.Die Stadt Gummersbach hat in der Eugen-Haas-Sporthalle eine Anlaufstelle eingerichtet. Ein DLRG-Helfer wurde bei einem Einsatz in Wipperfürth schwer verletzt. In Wipperfürth ist eine Privatperson durch einen Stromschlag verletzt worden. In Marienheide hat ein stundenlanger Stromausfall für Probleme gesorgt. Von der Agger wird ein sinkender Pegelstand gemeldet.

**Update 8.40 Uhr**
In Odenthal ist das Klärwerk Osenau ausgefallen. Die Gemeinde bittet, soweit wie möglich keine vermeidbaren Stoffe, insbesondere Chemikalien, ins Abwasser zu werfen.
Bei den Löscharbeiten in Leichlingen, Neukirchener Straße, sind jetzt auch Hubschrauber, sogenannte "Bambi Buckets", im Einsatz.


**Update 7.25 Uhr**
In Rösrath ist kurz vor Mitternacht ein Mann in seinem Keller ertrunken. Das hat die Feuerwehr Rhein-Berg mitgeteilt. Sie hat seit Beginn des Unwetters inzwischen über 2.200 Einsätze gezählt.
** Aktualisierung 06.52 Uhr **
In Leichlingen brennt ein Gebäude in der Neukirchener Straße. Die Rauchsäule ist schnell im gesamten Stadtgebiet zu sehen. Empfehlung der Feuerwehr: "Meiden Sie das betroffene Gebiet. Schließen Sie Fenster und Türen und schalten Sie Lüftungen und Klimaanlagen ab. Betreten SIE keine verqualmten Räume. Dort können sich tödliche Gase bilden. Folgen Sie den Anweisungen der Einsatzkräfte." Nach ersten Angaben wurden zwei Bewohner verletzt. Die Löscharbeiten gestalten sich schwierig, weil der Bereich überflutet ist.
 
In Hückeswagen ist die Bevertalsperre wegen der heftigen Regenfälle übergelaufen. Im Bereich Kleineichen verbleiben mehr als 1000 Menschen ihre Häuser verlassen.
In Bergisch Gladbach sind so gut wie alle Bäche über die Ufer getreten und haben Häuser und Grundstücke überflutet. Im Bereich der Strunde zwei Altenwohnheime evakuiert Werden. An der Odenthaler Straße ist am Hebborner Kreuz ein Regenrückhaltebecken übergelaufen. Deshalb dürfen auf der Odenthaler Straße mehrere Personen mit Bootengerettet werden. Bei ihrer Rettung hat sich eine Frau verletzt und musste vom Rettungsdienst behandelt werden. Die Menschen Entlang der Odenthaler Straße Sind im Schulzentrum Kleefeld untergebracht - das sind circa 100 Menschen.


**AKTUALISIERUNG 22:12 Uhr**
Wegen extremer Regenfälle Wann kurzfristige Mengen Wasser aus der Wuppertalsperre abgelassen werden. Der Pegel wird hierdurch im Stadtgebiet Radevormwald sehr stark anschwellen. Es besteht die akute Gefahr der Überflutung. Geben Sie sich unter keinen Umständen in der Nähe des Flusses. Es besteht Lebensgefahr des Hochwassers nach anhaltendem Dauerregen Wann einige Ortsteile in Leichlingen evakuiert Werden: Anwohner in Balken, Diepenthal, Büscherhöfen und Am Murbach werden gebeten sich in höheren Stockwerken zu geben und zu warten bis die Feuerwehr kommt. 
Die evakuierten Menschen werden in der Mensa am Schulzentrum gebracht. 

Grundsätzlich werden Menschen in Erdgeschosswohnungen gebeten, höhere Etagen aufzusuchen. 
In  Overath  vermittelt die Stadt allen Menschen, sterben ihre Kellerwohnung verlassen Wann und nicht wissen, wo sie eine Unterkunft finden über die Notfallnummer 02206 602232 Eine Notfallschlafstelle an. Das Gebiet im Auel sei besonders betroffen. Bürgermeister Christoph Nicodemus: "Wenn ich das sehe, kriege ich Tränen in den Augen!"
In allen bergischen Kommunen sind die Feuerwehren und Rettungskräfte im Dauereinsatz. Sie müssen zunächst die Straßen und öffentlichen Wege abpumpen und können dann erst zu vollgelaufenen Kellern ausrücken. Die Hilfskräfte geben um Geduld. 
Im Rheinisch Bergischen Kreis ist die 112 so stark frequentiert, dass die Feuerwehr bittet, dort nach einer Meldung nicht nochmal nachzufragen. 
Der Wupperverband bittet alle Anwohner der Wuppertalsperre und der Bevertalsperre und Grundstückseigentümer an der Wupper und auch am Bever-Bach um besondere Vorsicht! Diese Talsperren können in den kommenden Stunden den Vollstau erreichen. Dann kann sie kein weiteres Wasser aus dem Oberlauf der Wupper mehr speichern. Dadurch kann es zu einem weiteren Anstieg der Wassermengen unterhalb der Talsperren kommen.

Weitere Infos und Bilder  . 
©Foto: Radio Berg
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