Mit Hochwasserschutz beschäftigt sich Michael Czernetzki seit fast zwanzig Jahren.


Er arbeitet für ein norwegisches Unternehmen, das ein mobiles Hochwasserschutz-System herstellt, welches inzwischen weltweit zum Einsatz kommt, unter anderem in New York City.

2019 stand die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler kurz davor, dieses System anzuschaffen, erhielt aber keine Förderzusage vom Land Rheinland-Pfalz, weil die dort Verantwortlichen mobile Schutzsysteme generell ablehnen. Bei der Flutkatastrophe im Ahrtal hätte ein mobiles System gewiss auch nichts mehr ausrichten können, räumt Czernetzki ein. Gleichwohl sei es bei weniger dramatischen Hochwasserereignissen den üblicherweise verwendeten Sandsäcken bei weitem überlegen, viel schneller installiert und in der Gesamtbetrachtung nicht einmal teurer.

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Es geht in dem Gespräch nicht primär um das System, das Czernetzki vertreibt. Natürlich gibt es alternative Systeme, das räumt er unumwunden ein. Es geht vielmehr um die Frage, wie man den Hochwasserschutz allgemein verbessern kann, warum dafür in der Vergangenheit viel zu wenig getan wurde und wie sich gefährdete Regionen künftig besser aufstellen könnten.

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Michael Czernetzki
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