Transparenz in den Lieferketten wird in Zukunft nicht nur eine gesetzliche Anforderung

Die transparente Darstellung der Lieferketten ist schon heute für viele Unternehmen ein wichtiger Wettbewerbsvorteil. 

Was bedeutet das Lieferkettengesetz?

Für wen gilt das LkSG?

Ab 1.1.2023 gilt das Lieferkettengesetz zunächst für Unternehmen mit mehr als 3.000 Beschäftigten in Deutschland. Ab 2024 gilt es auch für Unternehmen mit mehr als 1.000 Beschäftigten (inklusive Leihmitarbeitende ab einer bestimmten Einsatzdauer und ins Ausland entsandte Beschäftigte). Die Sorgfaltspflicht gilt auch für unselbstständige Niederlassungen ausländischer Unternehmen in Deutschland, wenn diese die Beschäftigtenzahl überschreiten.

Die Umsetzung der Sorgfaltspflichten bezieht sich im neuen Gesetz auf verschiedene Ebenen:
  • eigener Geschäftsbereich des Unternehmens,
  • unmittelbare Zulieferer und
  • mittelbare Zulieferer (bei Verstößen/Menschenrechtsverletzungen).

Einordnung in den internationalen Kontext

Das Lieferkettengesetz reiht sich ein in einen Pradigmenwechsel in der internationalen Gesetzgebung, der die Verantwortung von Unternehmen auf die Lieferkette ausweitet. Neben der menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht steht auch der Umweltschutz in der Lieferkette immer mehr im Fokus.

Verschiedene Länder haben bereits Gesetze erlassen. Im Vereinigten Königreich gibt es seit 2015 den UK Modern Slavery At, Frankreich verabschiedete 2017 als das Loi relative au devoir de Vigilance, in den Niederlanden gilt ab 2022 das Child Labour Due Diligence Law.

Auf europäischer Ebene steht ebenfalls ein Gesetz zur Diskussion, das bereits Unternehmen ab 250 Beschäftigten adressieren könnte. Basierend auf der Entwicklung auf EU-Ebene plant die Bundesregierung eine Evaluierung des deutschen Gesetzes im Jahr 2024 und gegebenenfalls Anpassungen.
Alle Verfahren orientieren sich an den Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte der Vereinten Nationen (UN Guiding Principles / UNGPs).

Mit einem langfristig ausgerichteten, ganzheitlichen Managementsystem für Lieferkettenrisiken können nicht nur die Compliance mit aktuellen, sondern auch mit zukünftigen regulatorischen Anforderungen sichergestellt werden. Somit können schon jetzt Zeit und Ressourcen einspart werden.

Sie möchten weitere Informationen? Dann sprechen Sie mich gerne an.

Miriam Gogel

Erste Informationen finden Sie auch auf der Internetseite von sustainabill