Am 23. September ruft Fridays for Future wieder zum globalen Klimastreik auf

Es ist ein guter Zeitpunkt einmal inne zu halten und neben den vielen Krisen, die aktuell durch die Nachrichten gehen, einen Blick in die Zukunft zu wagen. Die Temperaturkurve der letzten ca. 20.000 Jahre (blau) mit der Prognose (orange) in einem 3 Grad Szenario zeigt deutlich, das im Moment etwas außergewöhnliches passiert.


Aber dennoch tun wir uns alle, inkl. Politik und Wirtschaft, schwer, die wissenschaftlichen Erkenntnisse mit der notwendigen Priorität in konkretes Handeln zu übersetzen. Alle Entscheidungen, die wir weiter auf die lange Bank schieben, werden sich nicht erst für unsere Enkelkinder auswirken. Wir selber sind heute schon betroffen und unsere Kinder werden schon in den kommenden 50 Jahren mit den Folgen unseres Nicht-Handelns zu kämpfen haben.


"Was bedeuten 3 Grad globale Erwärmung für uns? Bislang sind wir laut Weltklimarat1 bei 1,1 Grad Erwärmung angelangt, relativ zum späten 19.Jahrhundert (das in diesem Beitrag generell als Basisperiode verwendet wird, weil es auch die Basis für das Paris-Ziel von 1,5 Grad ist). Bereits heute sehen wir viele negative Folgen. Drei Grad Erwärmung wären fast das 3-Fache. Die Folgen wären allerdings erheblich schlimmer als nur das 3-Fache der bisherigen Auswirkungen, wie wir in diesem Beitrag sehen werden."


Im Beitrag von Stefan Rahmstorf - Potsdam Institute for Climate Impact Research - gibt es eine sachliche Beschreibung der bisherigen Entwicklung und der resultierenden Auswirkungen:


  • Extreme Hitze
  • Extremniederschläge und Dürren
  • Tropische Wirbelstürme
  • Meeresspiegel und Eisschilde
  • Die Kipppunkte des Klimasystems
  • Selbstverstärkung und Erderhitzung
  • Fazit


Der letzte Absatz des Fazits lautet:

"Was Hoffnung macht, ist, dass diese 3-Grad-Welt kein unvermeidliches Schicksal ist. Noch ist es sogar möglich, die Erwärmung auf nahe der 1,5-GradMarke zu begrenzen – was 2015 in Paris von allen Ländern einstimmig beschlossen wurde und wozu hierzulande fast alle Politiker Lippenbekenntnisse abgeben. Die weltweite Klimapolitik macht durchaus Fortschritte: Mit den beim Klimagipfel in Glasgow angekündigten Maßnahmen rückt die Begrenzung auf 2 Grad in Reichweite, wenn diese Maßnahmen nicht nur versprochen, sondern konsequent umgesetzt werden. Doch die Begrenzung auf 2 Grad reicht nicht aus. Um das 1,5-Grad-Ziel einzuhalten, muss die Welt endlich in den ernsthaften Krisenmodus schalten, wie die jungen Menschen von Fridays for Future völlig zu Recht einfordern. Klimaschutz muss dazu die höchste Priorität bekommen."


Auch der folgende Artikel auf klimafakten.de zeigt, dass wir der Klimakatastrophe nicht hilflos ausgeliefert sind.

Eine gute Nachricht aus der Forschung: Klimaschutz wirkt viel schneller, als viele Menschen denken

Darum meine Bitte, engagieren Sie sich für die Zukunft.

Denn nur wenn wir handeln, können wir die schlimmsten Auswirkungen vermeiden.


In meiner Stadt, Rösrath bei Köln, findet am 23. September eine Mahnwache und Kundgebung statt. Wir freuen uns über viele Teilnehmer und vor allem über jeden, der uns aktiv mit unterstützt, die Zukunft für uns alle besser zu gestalten.


Informieren Sie sich doch auch in Ihrer Region, wo Sie selber aktiv mitarbeiten können.


Mit einem Klick auf das folgende Bild können Sie unmittelbar den Beitrag von Stefan Rahmstorf als PDF herunterladen.

* Die Grafik finden Sie in der Veröffentlichung von Stefan Rahmstorf. Klima und Wetter bei 3 Grad mehr

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